Kultur im Schloss

Kultur wird im Schloss Englar im wahrsten Sinne des Wortes groß geschrieben, nicht nur als Bestandteil einer reichen Kulturgeschichte, sondern auch als gegenwärtige Stätte kultureller Begegnungen.
Im großen Rittersaal – auch „Rilkesaal“ genannt – werden jedes Jahr viele kulturelle Veranstaltungen geboten. Der Saal kann ca. 120 Personen fassen. Die meisten Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit dem Eppaner Kulturkontakt „Kreis für Kunst und Kultur“ organisiert.
Das Angebot reicht von klassischen Liederabenden, Kammerkonzerten und Klavierdarbietungen bis hin zu Autorenlesungen von bekannten Schriftstellern.

Das Konzertprogramm in unserem Hause sowie die übrigen Veranstaltungen des Kulturvereines können Sie gerne einsehen unter  KULTUR KONTAKT EPPAN

Der Rittersaal wird ab und zu auch für spezielle Feiern in einem besonderen Rahmen und ebenso als Seminarraum für Persönlichkeiten aus der Kunst- und Kulturszene sowie aus der Wirtschaft und Medizin genutzt. Während dieser Seminare reisen die Teilnehmer meist mit ihren Familien nach Eppan und mieten das gesamte Schlosshotel für diesen Zeitraum.

Kulturveranstaltungen in Englar

Rainer Maria Rilke als Besucher

Der Dichter Rainer Maria Rilke (1875 – 1926 Prag, Wien, Paris, Schweiz) weilte ab seinem 20. Lebensjahr fast jedes Jahr im Frühjahr für ein bis zwei Monaten in Italien. 

Nach seinem ersten Besuch in Venedig besuchte er auf der Heimreise seine Mutter beim Kuraufenthalt in Arco am Gardasse und reiste weiter nach Norden. Er besuchte in Schloss Englar den Journalisten und Schriftsteller Otto Julius Bierbaum, welcher einen Flügel des Hauses in den Jahren zwischen 1895 und 1899 vom damaligen Besitzer Bruno Graf Khuen-Belasi gemietet hatte.

Anlässlich dieses Besuchs schrieb er am 06.04.1897 das Gedicht

ENGLAR im EPPAN


Später Weg. Die Hütten kauern
und das dumpfe Dorf schläft ein.
Große Türme seh ich dauern,
weit aus weißen Blütenschauern
wächst ihr Weltverlorensein.

Abendbrand in brachen Zinnen,
und der Wind fährt durch den Saal.
Und für wen im Burghof drinnen
Immer noch die Brunnen rinnen –
Keiner weiß es dort im Tal!

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