Familiengeschichte der Grafen Khuen-Belasi

Im Jahre 1111 erscheint urkundlich ein Egon von Tramin, dessen Urenkel wegen seiner Tapferkeit „der Kühne“ genannt wurde, woraus der Geschlechtername entstanden sein soll.

Ein Enkelsohn, Arnoldus, vermählte sich mit Elisabeth von Belasi, der letzten ihres Stammes. So gingen Schloss und Herrschaft von Belasi im Jahre 1380 an die Familie über, die sich nun Khuen-Belasi nennt.

Hans Jakob wird Landeshauptmann an der Etsch und vermählt sich 1422 mit Margarethe von Niederthor, welche die letzte eines mächtigen Geschlechtes ist.

Damit kommen weitläufige Besitzungen an die Familie und es kommt zur Vereinigung der Wappen der Niederthor (Turm mit offenem Tor) mit dem Wappen der Familie (stehender Löwe).

Pankraz Khuen wird 1496 Rath des Kaisers Maximilian und wird im Jahre 1503 vom Kaiser mit Schloss Lichtenberg im oberen Vinschgau belehnt.

Aus dieser Linie stammt Johann Jakob, geboren 1512 in Lichtenberg, welcher Erzbischof zu Salzburg wird und von 1560 bis 1586 regiert. Er taufte im Jahre 1573 Herzog Maximilian I. von Bayern.

Schloss Lichtenberg wird nun großzügig umgestaltet.

Um 1530 bewohnt die Familie Schloss Englar und erwirbt es im Jahre 1621 von den Grafen Thun. Vorherige Besitzer und Erbauer waren die Grafen Firmian. Von hier aus wird nun auch das benachbarte Schloss Gandegg erworben und dann zum Renaissanceschloss umgebaut.

Rudolf Khuen ist Oberstallmeister und Kämmerer von Kaiser Maximilian II. und wird im Jahre 1559 in den Freiherrenstand erhoben.
Am 30. Oktober 1630 erhob Kaiser Ferdinand II. das gesamte Geschlecht in den Grafenstand, im Jahre 1640 erwarben die Brüder Mathias, Balthasar und Leopold den Reichsgrafenstand.

Johann Franz Khuen war von 1685 bis 1702 Fürstbischof von Brixen. Er gründete das Benediktinerinnen-Kloster Säben im Eisacktal.

Carl Graf Khuen_Belasi, königl.- kaiserl. Kämmerer, ist der Ur- Urgroßvater der heutigen Besitzer.

Die Familie verteilte sich in der gesamten k..k. Monarachie mit verschiedenen Linien, aus der Stammform Khuen-Belasi bildeten sich Khuen-Lützow in Mähren, Khuen-Hedervary in Ungarn und Khuen-Nustar ind Slowenien. 

Der zweite Weltkrieg brachte wieder Veränderungen und verstreute in der Nachkriegszeit die verschiedenen Mitglieder über Europa und Nordamerika. 

Mein Vater Ernst Graf Khuen-Belasi übernahm das Schloss 1955 von seinem kinderlos gebliebenem Onkel. Nach Devastierung im 2. Weltkrieg war das Schloß völlig verwahrlost, sodaß ab 1957 gemeinsam mit meiner Mutter Edith Gräfin Khuen-Belasi große Aufgaben zu leisten waren und mit viel Einsatz an den Wiederaufbau des Schlosses geschritten wurde.

Der westliche Trakt wurde in den Jahren 1980 - 83 in ein Hotel umgestaltet. 

Mit der Saison 2014 übernimmt nun die nächste Generation die Führung des Hauses. Der Hotelbetrieb wird schonend umgebaut und der Standard der Hotelzimmer auf das heutige Niveau gebracht. 

Das Ziel ist es, die besondere Atmoshäre des Hauses zu erhalten und trotzdem den modernen Bedürfnissen anzupassen. So können nun auch die verschiedenen Funktionen am Gutshof nebeneinander bestehen und sich gegenseitig ergänzen:

- das offene Haus für die Großfamilie und Treffpunkt für alle Generationen

- der Hotelbetrieb um unsere Gäste an dem wunderbaren Ambiente teilhaben zu lassen und der einen Rückzugsort bildet für Menschen, die das Ürsprüngliche suchen und lieben

- zusätzlich der Gutshof mit seinem Obst- und Weinbau, der schlosseigenen Weinkellerei, komplettiert quirligen Hühnerhof, den Eseln und den Pferden.

 

 

  

 



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